Vor 2 Jahren hatte der Heimatschutzverein Welda eine Zukunftswerkstatt ins Leben gerufen um die Vereinsaktivitäten und das Schützenfest in Welda auf die aktuelle Zeit und die Bedürfnisse anzupassen und für die Dorfgemeinschaft attraktiver zu gestalten.

Zwei Wochen nachdem das neue Konzept in der Hauptversammlung am 7. März 2020 vorgestellt wurde, bremsten die coronabedingten Kontaktverbote die Vorbereitungen und das Vereinsleben vollständig aus.

Zwei Schützenfeste in Folge musste der Heimatschutzverein Welda daraufhin ausfallen lassen.

Am Samstagabend war es dann endlich soweit. Die Fahnen in Welda wehten und die Schützen trafen sich wieder.

Unter dem Motto „Neustart in Welda“ hat der Heimatschutzverein am 23. und 24. Oktober 2021 ein Schützenwochenende in der Iberg-Halle veranstaltet. Damit wurden  die ersten Schritte gewagt wieder ein wenig „Normalität“ zu schaffen und auch die Gelegenheit genutzt, die Jubilare der Jahre 2020 und 2021 zu ehren.

Im Vorfeld hatte der Vorstand mit Hochdruck an den Vorbereitungen für dieses  anspruchsvolle Wochenende mit Sektempfang, Schützenball, Tanz mit Tanzband, Blasmusikfrühschoppen, frisch gezapftem Bier und gemeinsamen Miteinander gearbeitet. Einige der ursprünglich geplanten Verbesserungen konnten dabei umgesetzt und ein tragfähiges Hygienekonzept mit dem Ordnungsamt musste dazu abgestimmt werden.

Allen war die Erleichterung deutlich anzumerken, endlich wieder gemeinsam miteinander feiern zu können, wenn auch unter Coronaschutzbestimmungen.

Sektempfang

Sektempfang

In seiner Begrüßung am Samstag nach dem Sektempfang freute sich der Vorstand vor den angetretenen Schützen, Gästen, Ehefrauen und Partnerinnen, die vor dem Einlass in die Iberg-Halle durch einen externen Sicherheitsdienst auf „3-G-Regelung“ geprüft wurden über das Licht am Ende des Tunnels.

Majestäten

Die Weldaer Majestäten mit ihrem Hofstaat

 

Viele strahlende Gesichter und die eine oder andere Gänsehaut gab es bereits am Samstagabend, als die Kompanie in ihren schneidigen Uniformen mit zackigen Befehlen in Begleitung durchdringender Marschmusik des Musikvereins Volkmarsen antrat um das Königspaar Jürgen und Susanne Menne mit ihrem Hofstaat feierlich in die Iberg-Halle zu geleiteten. Die Weldaer Majestäten sind bereits 28 Monate im Amt.

Nach der Eröffnung erfolgten die Ehrungen der Jubilare aus 2020 und 2021.

Im Sommer wurden sie zuhause besucht und  bekamen einen Blumenstrauß. Nun wurden im Rahmen dieser kleinen Feierstunde auch die Orden überreicht!

Jubilare

(von links): Vorsitzender und König Jürgen Menne, Hannelore Kuhaupt, Marlies Menne, Gudrun und Hans Trossen sowie die amtierende Königin Susanne Menne.

Marlies Menne erhielt ihren Orden für das 40-jährige Königinnenjubiläum im Jahr 2020 und Hannelore Kuhaupt für das 40-jährige Königinnenjubiläum im Jahr 2021.

Beiden wurde zusätzlich einen schöner Blumenstrauß überreicht.

Für ihr 25-jähriges Königsjubiläum im Jahr 2021 erhielten Hans und Gudrun Trossen ihre Jubiläumsorden und die Jubelkönigin zusätzlich einen Blumenstrauß.

Welda Schützenball 2021

Welda Schützenball 2021

Anschließend eröffnete das amtierende Königspaar die Tanzveranstaltung.

Später am Abend wurde die Blasmusik der Kugelsburgmusikanten aus Volkmarsen durch die Tanz- und Partyband Genial Live aus Altenbeken abgelöst. Die Stimmung war prima und Welda tanzte und feierte erstmals wieder ausgelassen bis tief in die Nacht.

Polonaise in der Nacht

Polonaise in der Nacht

Ihre Begeisterung brachten auch die Ehefrauen der Schützen und Gäste über den gemeinsamen Sektempfang und die festlich dekorierte Halle zum Ausdruck und viele freuten sich auch am Sonntag erstmals beim gemütlichen Frühschoppen dabei zu sein.

Dieser wurde im Wechsel stimmungsvoll unterhalten durch Ansprachen, Ehrungen der Schützen-Jubilare und durch die Blasmusik der Kugelsburgmusikanten.

Musikverein Volkmarsen

Musikverein Volkmarsen – die Kugelsburgmusikanten

Auch die Schützenvereine aus den Nachbarorten waren mit Abordnungen vertreten. So konnten die Freunde von den Schützenvereinen aus Wormeln, Calenberg, Herlinghausen, Warburg und Rimbeck sowie von den Schützengesellschaften aus Volkmarsen und Lütersheim begrüßt werden. Besonders gefreut hat die Schützen auch die Teilnahme einer Abordnung vom Spielmannszug Großeneder der seit vielen Jahren das Schützenfest begleitet.

Welda Blasmusikfrühschoppen 2021

Welda Blasmusikfrühschoppen 2021

Der Blasmusikfrühschoppen wurde in bester musikalischer Weise von den Kugelsburg-Musikanten aus Volkmarsen begleitet die immer wieder mit ihrem musikalischen Können zu begeistern wussten.

Im Rahmen des Frühschoppens wurden auch Ehrungen für langjährige Mitglieder aus den Jahren 2020 und 2021 nachgeholt.

Ehrungen 2021

Ehrungen 2021 (von links): Offizier Roman Haffert, Kassierer Johannes Multhaupt, Hubertus Langer, Reinhard Multhaupt, Burkhard Waldeyer, Dieter Dewenter, Matthias Winkler, Frank Sprenger, Markus Vieth, Andreas Brand, Fähnrich Jörg Isermann, Oberst Michael Melzer und der Vorsitzende und König Jürgen Menne

Wurden die Ehrungen für 70-jährige Mitgliedschaft bei Heinrich Lindemann und Franz-Josef Kuhaupt bereits im Sommer vorgenommen konnten nun die Jubilare für 50, 40 und 25- jährige Mitgliedschaft geehrt werden.

Für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Markus Vieth, Reinhard Multhaupt und Frank Sprenger ihre Orden. Der langjährige Gemeindepfarrer Alfons Weskamp konnte leider nicht teilnehmen und erhält den Orden zu einem späteren Zeitpunkt.

Für 40-jährige Mitgliedschaft konnten geehrt werden, Mathias Winkler, Burkhard Waldeyer, Hubertus Langer und Andreas Brand.

Michael Deppe, Stefan Flore, Roland Lindemann und Peter Dierkes konnten leider nicht teilnehmen und bekommen ihren Orden zu einem späteren Zeitpunkt überreicht.

Für 50-jährige Mitgliedschaft zeichnete der Heimatschutzverein den Schützenbruder Dieter Dewenter mit einem Orden aus.

Wolfgang Kuhaupt und Horst Feller konnten leider nicht teilnehmen und erhalten den Orden zu einem späteren Zeitpunkt.

Ehrenmtglied Franz Drude

Ehrenmtglied Franz Drude

Eine ganz besondere Ehrung wurde dem Schützenbruder Franz Drude zu teil. Franz Drude ist seit 65 Jahren Mitglied im Heimatschutzverein Welda. Er wurde zum Ehrenmitglied ernannt und mit einem Orden, sowie der Ernennungsurkunde ausgezeichnet. Darüber hinaus bekam er die goldene Mützenkordel als äußeres Zeichen seiner Ehrenmitgliedschaft.

Im weiteren Verlauf des Tages versorgte der Festwirt Christian Pooch mit seinem Team alle Gäste mit kühlen Getränken und einem guten Mittagessen sowie am frühen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen bevor der gelungene Neustart am späten Nachmittag unter den bläsernen Passagen des Musikvereins aus Volkmarsen seinen Ausklang fand.

Die Schützentradition in Welda war zur Freude aller wieder deutlich spür- und erlebbar geworden.

Der Neustart fand unter der Einhaltung der 3 G Regel statt, wobei die Weldaer Schützen hoffen, das im Jahr 2022 das Schützenfest wieder in der gewohnten Tradition gefeiert werden kann!

Unterstützt wurde das Schützenwochenende des Heimatschutzvereins durch das Förderprogramm „Neustart Miteinander“ des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.

 

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