Außer der vorstehenden Fassung blieb uns eine weitere Fassung des Bürgereides erhalten. Der Bauermeister (Bürgermeister) des Jahres 1806, Wilhelm Kayser, hat den Bürgereid in einem gemeindlichen Anschreibebuch (Archiv Hake 2.2.3) wie folgt festgehalten:
“Das Bürger-Eid. <—» » * « «—> Ich gelobe und schwöre bey Gott und seinen Heiligen Evangelium, daß ich meinen vorgesetzten Bauermeister und Vorstehern in allen schuldigen Gehorsam leisten, wann die Klocke geleutet wird, es seye zum Sturm oder vor dem Kirchhof. Ob ich schon im Felde oder zu Hause bin, alles will liegen und stehen lassen und dem Geleute folgen und der Gemeinheit in allen ihren Rechten beyzustehen, und allen Schaden abzuwenden, und ihre Gerechtigkeit verthätigen helfen will; so wahr mir Gott helfen und sein Heiliges Wort: “Im Anfang war das Wort, und das Wort war bey Gott, und Gott war das Wort Amen.“ <—» » * « «—>
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