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Der Vorstand informiert

Liebe Schützenbrüder, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger in Welda

wer 2020 gedacht hat, das die Pandemie bis 2021 Geschichte ist wird in diesen Tagen eines Besseren belehrt!

Seit Monaten hält uns die Corona Pandemie in Atem und beschert uns täglich neue Nachrichten nicht nur aus dem Inland, sondern auch aus dem benachbarten Ausland und der ganzen Welt!

Glücklicherweise haben wir allen Grund zu berechtigtem Optimismus, dass das schlimmste überstanden ist und wir uns langsam wieder dem nähern was wir jahrzehntelang als normal empfunden haben.

Dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten und die aufgestellten, und wie sich zeigt auch wirksamen, Abstandsregeln sollten weiterhin eingehalten werden.

Gemäß der aktuellen „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2“ sind Schützenfeste, zunächst bis 31.05.21 (Verlängerung absehbar), weiterhin untersagt.

Das heißt für uns leider auch in 2021, dass unser Königsschießen am 12.06.21 sowie das Schützenfest vom 26.-28.06.2021 ausfallen müssen!

So eine Entscheidung fällt nie leicht, zumal wir sie jetzt schon zum zweiten Mal in Folge so treffen müssen!

Unser Schützenfest ist und bleibt nun mal eine Herzensangelegenheit für uns alle! 

Aber gerade deshalb sehen wir es auch weiterhin als Verpflichtung, die Schützenbrüder im Heimatschutzverein, die Bevölkerung von Welda und alle Gäste zu schützen um sie nicht gesundheitlichen Risiken auszusetzen. Darüber hinaus kann ein fröhliches und stimmungsvolles Feiern nicht in unser aller Sinn sein, so lange weiterhin Mitmenschen durch das Virus schwer erkranken oder durch anhaltende Kurzarbeit und Geschäftsschließungen um den Verlust des Arbeitsplatzes oder gar um ihre Existenz fürchten.

Wir wünschen uns alle, dass die auferlegten Pflichten den gewünschten Erfolg haben und uns unser gewohntes Leben nach und nach wieder möglich machen!

An dieser Stelle sagen wir seitens des Vorstandes schon mal ein herzliches Dankeschön an unser amtierendes Königspaar Jürgen und Susanne Menne mit Hofstaat, die sich bereit erklärt haben, den Heimatschutzverein bis 2022 weiterhin zu repräsentieren.

Euch, liebe Schützenbrüder und Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger von Welda sagen wir herzlichen Dank für Ihr Verständnis, für Ihren sorgsamen Umgang mit sich und Ihren Mitbürgern sowie für ihre stets positive Begleitung für uns als Vorstand des Heimatschutzvereins in diesen herausfordernden Zeiten

Steht weiterhin zu Eurem Heimatschutzverein Welda und unterstützt unseren Verein auch in dieser schwierigen Zeit.  

Unterstützt das Vereinsleben und die Gemeinschaft im Dorf durch den Besuch der angebotenen und möglichen Veranstaltungen aller Vereine im Ort, sobald dies wieder möglich ist.

Wir blicken Zuversichtlich in die Zukunft und hoffen, dass wir am 11.Juni.2022 wieder einen neuen König ermitteln dürfen um vom 25.-27.Juni 2022 wieder wie gewohnt und in traditioneller Art und Weise unser Schützenfest feiern können!

Mit den Schützenbrüdern im Stadtverband Warburg haben wir entschieden, das die Saison 2021 insoweit ausfällt was die städtischen Veranstaltungen angeht, hier das Stadtschützenfest und Stadtkönigschießen. Dort werden wir Ende April 2022 mit dem Stadtschützenfest in Dössel hoffentlich den Neustart schaffen.

Wir hier in Welda werden schauen, wie sich der Verlauf der Pandemie über den Sommer entwickelt und haben für den optimalen Fall vorgesehen, im Spätherbst einen kleinen Neustart zu wagen in Form eines Schützenballs oder aber in Form eines Sonntags-Frühschoppens mit Jahreshauptversammlung am Vorabend. Ob am traditionellen Schützenfestwochenende etwas möglich ist müssen wir abwarten. Aber auch da sind wir in Planung für den positiven Fall.

Was möglich sein wird müssen wir letztlich alle abwarten, aber Ideen und Vorstellungen wie wir die Schützenfamilie wieder zusammenbringen können sind da und werden aktiv verfolgt. Mögliche Termine werden wir rechtzeitig bekannt geben!

Darüber hinaus planen wir, ggf. gemeinsam mit der Kolpingfamilie, im Herbst eine Aktion zur Wiederaufforstung unseres Gemeindewaldes. Hier wollen wir dazu beitragen unsere Heimat und unsere Kulturlandschaft langfristig zu erhalten und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz zu tun.

Trotz derzeitigem Stillstand laufen die Kosten des Heimatschutzvereins im ständigen Betrieb weiter. Aus diesem Grund und weil uns bewusst ist, dass ein Neustart mit vielen neuen Auflagen und Kosten verbunden sein kann haben wir uns, wie der überwiegende Teil der Schützenvereine im Stadtgebiet, dazu entschlossen, auch den Beitrag für 2021 einzuziehen. Wir hoffen auch hier auf Euer Verständnis und Eure Unterstützung. Letztlich wird es uns allen zu Gute kommen!

Im Weiteren bitten wir die offiziellen Pressemitteilungen der Stadt Warburg und des Heimatschutzvereins sowie die Veröffentlichungen auf der Website zu beachten.

Bis dahin wünschen wir Ihnen alles erdenklich Gute, beste und bleibende Gesundheit und die grundlegende Zuversicht dass wir diese Zeit gemeinsam und gesund durchstehen!

Der Vorstand bittet an dieser Stelle die gesamte Bevölkerung am Schützenfestwochenende vom 26.-28. Juni 2021 die Häuser zu beflaggen als Zeichen des Zusammenhalts, der Zuversicht und für unsere Weldaer Schützentradition.

Wir grüßen Euch alle ganz herzlich und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

 

Heimatschutzverein Welda e.V.

Euer Vorstand

Welda – die Glocken von St. Kilian läuten 100 Jahre

Ende Mai 1921 läuteten die neuen Glocken der katholischen Pfarrkirche St. Kilian in Welda zum ersten Mal und sie läuten heuer zu ihrem eigenen 100-jährigen Jubiläum.

100 Jahre St. Kilian Glocken - WeldaAls Ende Juli 1914 in Welda und im Warburger Land die beängstigende Nachricht über den bevorstehenden Krieg bekannt wurde, vermochte seinerzeit keiner dessen Dauer, Ausmaß und seine fürchterlichen Auswirkungen auch nur zu erahnen.

Bereits vom 2. bis 6. August 1914 erfolgten die Mobilmachungstage, an denen auch 32 Söhne der Weldaer Familien zum Krieg eingezogen wurden. Im Laufe des Krieges und des Landsturms erhöhte sich die Zahl der Einberufenen aus Welda auf 81 Personen. Jeder vierte überlebte den Krieg nicht. Zu dieser Zeit beheimatete Welda über 100 Familien.

 

Von 1914 bis 1918 forderte der erste Weltkrieg über 20 Millionen Opfer und Kriegsgefallene. Darunter über 2 Millionen Soldaten und über 426.000 Zivilisten aus Deutschland.

Als die unverzichtbaren Metallvorräte für die Kriegsindustrie zur Neige gingen, mussten auf Anordnung der deutschen Reichsregierung vom 1. März 1917 auch Kirchenglocken, Orgelpfeifen und andere Metallgegenstände zum Einschmelzen abgegeben werden.

Nach den Prospektpfeifen der Kirchenorgel mussten am 6. August 1917 auch die beiden Kirchenglocken von St. Kilian in Welda abgenommen und für die Waffenproduktion geopfert werden.

Welda - Kiliansglocken 1917Darunter waren die im Jahr 1854 von Henschel & Sohn gegossene Kiliansglocke mit der Inschrift:

Kilianus vocor Plebum voco. Congrego Clerum, Defunctos ploro Laudo Deum, Festa honora. Umgegossen für die Gemeinde Welda von Henschel & Sohn in Cassel 1854“.

Diese Glocke hatte keine Verzierungen und wog 473 kg.

Die zweite Glocke aus 1797 hatte sehr schöne Blattornamente und wog 223 kg.

Auf einer Seite stand:

„S: Kilian † KIRCHEN

PATRON S: LIBORIUS LAND

Diese Gemeinheits Glocke hat gegossen Kutschbach Anno 1797.

Gevatter sind geworden F: FRAU und Dessen HR: SOHN BARON F: V: BRACKEL.“

So verstummte in Welda der Turm von St. Kilian und schwieg fast 4 Jahre lang.

Mit dem Verstummen der Glocken ging die Zeit der großen Verluste, Not, Hunger, Leid und Entbehrungen einher. Viele Weldaer waren im Krieg und in Gefangenschaft. Jeder Betrieb musste große Teile abgeben. Zuletzt soviel, dass es selbst zum Leben kaum ausreichte.

Auf der am 17. November 1920 enthüllten Gedenktafel an der St. Kiliankirche wurden 21 Familiennamen, die auch heute noch in Welda vertreten sind, der durch den 1. Weltkrieg gefallenen Soldaten eingemeißelt.

Welda St. Kilian - GefallenenehrungDie 21 Inschriften auf dieser Gedenktafel und die 43 Namen der Gefallenen aus dem 2. Weltkrieg erinnern heute zum einen daran, dass Krieg nicht weit weg, sondern einst mitten unter uns war, und zum anderen, dass Frieden nicht selbstverständlich ist, sondern stets auch verantwortungsvoll gepflegt und verteidigt werden muss.

Traditionell werden seither vom Heimatschutzverein Welda zum Schützenfest und zum Volkstrauertag das Gedenken der Opfer von Gewalt und Krieg, sowie die Gefallenenehrungen mit ihren Kranzniederlegungen initiiert und in Gedenken an die Verstorbenen am Ehrenmal zeremoniell vollzogen und durchgeführt.

Welda St. Kilian - die neuen Glocken von 1921Nach Beendigung des Krieges im Jahr 1918 wurde von der Gemeinde für die St. Kiliankirche fleißig gesammelt und gespendet. Am 23. Mai 1921 konnten endlich die neuen Glocken von der Glockengießerei Heinrich Humpert aus Brilon in Empfang genommen werden.

Noch am selben Abend erhielten sie von Pfarrer Paul Thelen ihre kirchliche Taufe und ihre feierliche Weihung.

Die große Glocke mit 715 kg wurde Kilianus, die mittlere mit 470 kg Maria und die kleine mit 306 kg Martha getauft.

Am Donnerstag den 27. und Freitag den 28. Mai 1921 wurden die drei neuen Glocken in den Turm der St. Kiliankirche hochgezogen und mit Klöppel und Armaturen fachmännisch montiert.

Als Zeichen des Friedens, der Hoffnung und Zuversicht auf eine bessere Zeit läuteten sie Ende Mai 1921 zum ersten Mal im Glockenturm von St. Kilian und sie tönten ein paar Tage später zur Freude der Gemeinde auch zur großen Weldaer Feldprozession.

Wenn das Glocken-Trio aus Stahl gemeinsam in Welda am 30. Mai zum 100-jährigen Jubiläum erklingt, so machen die friedlichen Töne auch heute wieder Hoffnung und geben mit ihrer klangvollen Botschaft Zuversicht auf eine ruhigere und bessere Zeit nach der Pandemie.

(Die gegenwärtige Pandemie ist zwar noch nicht überwunden, aber dank der entwickelten Impfstoffe hat sie erfreulicherweise bereits einen Teil ihres Schreckens verloren.)

 

Alle Schützenvereine sind wieder dabei

Am Desenberg positionierten sich die Vertreter der Warburger Schützenvereine mit ihren Fahnen und unterstreichen damit die für das Osterwochenende geplante Aktion

Zeichen der Solidarität und Verbundenheit im Warburger Land

Schützenfahnen Warburger Land

Zeichen der Solidarität und Verbundenheit in Welda

Welda - Zeichen der Solidarität

Trauer um den Ehrenvorsitzenden

Der Heimatschutzverein Welda trauert um seinen am 10. Februar verstorbenen langjährigen Ehrenvorsitzenden Peter Dillmann.

Peter DillmannDer 76- jährige, der beruflich als Unteroffizier bei der Bundeswehr gedient hat, gehörte dem Heimatschutzverein seit 1966 an und übernahm ab 1983 Verantwortung im Offizierskorps in verschiedenen Funktionen.

Im Jahr 1987 wurde er in den Vorstand des Vereins berufen und bekleidete 7 Jahre das Amt des Schriftführers.

In dieser Funktion begleitete und organisierte er auch das Fest zum 400-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 1993 mit.

Im Jahr 1994 wurde er zum 1. Vorsitzenden des Vereins bestimmt und führte dieses Amt 12 Jahre aus.

Im Jahr 2006 wurde Peter Dillmann zum Ehrenvorsitzenden ernannt und nahm fortan weiter mit großer Begeisterung aktiv an den Veranstaltungen des Vereins teil.

Der besondere Höhepunkt seines Vereinslebens war die Königswürde im Jahr 1991.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Anita als Königin führte der damalige Schriftführer das Schützenvolk an.

Im Jahr 2016 konnten Peter und Anita Dillman ihr 25-jähriges Königsjubiläum feiern und wurden noch einmal zum Schützenfest mit der Kutsche durch den Ort gefahren.

Darüber hinaus haben Peter und Anita Dillmann in den Jahren 1987, 1989, 1996 und 2004 als Hofstaatspaar das jeweilige Königspaar unterstützt.

Der Heimatschutzverein Welda hat mit Peter Dillmann einen sehr verdienten, engagierten, kameradschaftlichen und stets hilfsbereiten Schützenbruder verloren.

Wir Schützen sind Peter Dillmann zu Dank verpflichtet und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

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